„Hallo, ich bin Ben!“                                                              

 

     Ihr könnt mich aber auch Ben Eric Sigmund nennen

 

(Eric Berne ist der Begründer der Transaktionsanalyse und Sigmund Freud ist der Begründer der Psychoanalyse. Die beiden sind meine Vorbilder und wenn ich groß bin möchte ich daher Schul- und Therapiehund werden.)

 

     Mein Geburtstag ist am: 28.08.2018

 

     Mein Geburtsort: Fürstenfeldbruck in Bayern

 

     Ich bin ein Cockerpoo

 

     Mein Fell ist cremefarben, lang und leicht gelockt

 

     Aktuell, am 15.01.2019, bin ich 32 cm groß und 5,5 kg schwer (das kann sich aber noch ändern, weil ich doch so gerne esse)

 

     Ich gehe in die Hundeschule (ich bin in der Ausbildung zum Schul- und Therapiehund)

 

     Ich wohne bei Frau Veit

 

     Mein Lieblingsessen: Fleischwurst und Kauknochen

 

     Meine Hobbys: spielen, spazieren gehen, die Blumen und Pflanzen im Büro zerrupfen

 

     Mein Lieblingsspielzeug: mein Futterbeutel, der Spielelefant

 

 

 

 

 

Ich freue mich darauf, Dich kennenzulernen!


Ben, unser Cockerpoo

 

Der Cockerpoo oder Cockapoo entstand durch die Kreuzung eines reinrassigen amerikanischen oder englischen Cockerspaniels und eines ebenfalls reinrassigen Pudels. In den USA wird er bereits sehr viele Jahre gezüchtet und auch hierzulande ist er immer häufiger zu sehen. Nicht zuletzt, weil er einen liebenswerten Charakter hat, vergleichsweise alt wird und in der Regel nur sehr selten krank ist. Hinzukommt dann noch die Intelligenz und Gelehrigkeit eines Pudels.

 

Mit diesen kleinen Hunden können unterschiedliche Hundesportarten betrieben werden, wie zum Beispiel Agility oder Dogdance. Zudem werden sie auch sehr häufig als Therapie-Hunde für Kinder, Senioren oder Menschen mit Behinderung eingesetzt, da sie sehr zärtlich sind. Hierbei ist es von Vorteil, dass sich der Cockerpoo durch seine geringe Größe problemlos auf den Schoß nehmen lässt. Und aufgrund der Tatsache, dass er Kinder mag, gerne spielt und am liebsten Menschen um sich herum hat, wird er auch als Familienhund geschätzt.

 

Als aktiver Hund, der gerne schwimmt und Bälle apportiert, braucht der Cockerpoo viel Bewegung. Laufen und Spielen im Freien ist Pflicht mit ihm.

 

Am wohlsten fühlt er sich, wenn er alle seine Zweibeiner um sich herum hat und mit ihnen spielen oder kuscheln kann. Daher sollte der Cockerpoo auch niemals in einem Zwinger gehalten werden.

 

 

 

Der Cockerpoo kann zwischen 13-16 Jahre alt werden. Zudem kann er eine Größe von 25-45cm erreichen und ungefähr 3-10kg, je nach Größe, wiegen.

 

Das Fell eines Cockerpoos kann von Hund zu Hund unterschiedlich aussehen. Manche besitzen weißes Fell, andere wiederrum können rote, braune, bis hin zu schwarzer Fellfarbe haben.

 


Ein Schulhund – warum eigentlich?

 

Es ist bereits aus Erfahrungen anderer Schulen belegt, dass ein Hund das Schulklima enorm verbessert. Dazu gehören:

 

     Senkung der Lautstärke

 

     Steigerung der Konzentrationsfähigkeit

 

     Steigerung der Emphatiefähigkeit

 

     Steigerung des Verantwortungsgefühls

 

     Körperkontakt

 

     Reduktion von Angst und Stress

 

     Rückgang von Verhaltensauffälligkeiten

 

 

 

Wie ist das mit der Genehmigung?

 

Grundsätzlich darf die Schulleitung Frau Bloch den Einsatz eines Schulhundes im Rahmen schulischer Eigenverantwortung genehmigen (vgl. §3 Abs. 1 und 2 SchulG). Des Weiteren wurden jedoch auch das Kollegium, die Schulkonferenz, sowie der Schulträger in die Entscheidung einen Schulhund an der GHS Bergneustadt einzusetzen einbezogen. Auch das Veterinäramt wurde informiert.

 

 

 

Allgemeine Voraussetzungen

 

     Ausbildung des Hundes und der Person, die den Hund führt (Schulhunde- oder Therapiehundeausbildung): Frau Veit besucht gemeinsam mit Ben die Hundeschule, um mit ihm die Ausbildung zum Schulhund bzw. Therapiehund zu absolvieren

 

     Ein Cockerpoo, zu dieser Rasse gehört Ben, ist eine sehr menschenfreundliche und intelligente Rasse, zudem ist sein Fell besonders allergikerfreundlich

 

     Der Hund wird artgerecht gehalten: Ben hält sich überwiegend in Frau Veits Büro auf. Dort hat er eine Box und ein Körbchen, welches auch mit in Unterrichtstunden genommen wird. Dorthin kann er sich zurückziehen. Im Büro darf er frei herumlaufen, es sei denn, jemand äußert Angst vor ihm zu haben, dann hält Ben sich in seiner Box auf.

 

     Ben wird regelmäßig vom Tierarzt untersucht und erhält alle notwendigen Impfungen, Wurmkuren und Zeckenschutzprophylaxe.

 

 

 

Unfallversicherung

 

     Die Schülerinnen und Schüler unterliegen dem gesetzlichen Unfallversicherungsschutz (vgl. § 2 Abs. 1 Nr. 8b SGB VII).

 

     Die Unfallkasse NRW ist zuständig für Unfallanzeigen und Einzelfragen.

 

     Zusätzlich ist eine Hundehaftpflichtversicherung abgeschlossen worden.


Du willst wissen, was ich in der Schule so mache?

 

Also… ich komme jeden Morgen so gegen acht Uhr mit meinem Frauchen in die Schule. Dort sind wir dann in unserem Büro, in Raum 205. Wenn ich Schüler und Lehrer auf dem Weg dorthin sehe, begrüße ich sie immer ganz freundlich und wünsche ihnen einen schönen Tag. Es ist mir nämlich wichtig, dass sich alle hier wohlfühlen und glücklich sind! Meist schlafe ich dann noch eine Runde bis zur ersten Pause, in der dann immer Schüler hier sind, die mich besuchen kommen (und ich glaube auch mein Frauchen. Denn ganz viele Schüler, die hierherkommen wollen einen Termin haben, um mit meinem Frauchen zu sprechen). Wenn die Schüler in der Pause hier sind, versuche ich sie ein bisschen aufzumuntern und vom anstrengenden Unterricht abzulenken. Ich glaube das funktioniert auch wirklich gut. Sie lächeln alle, wenn sie mich sehen und streicheln mich dann. Naja gut… einige haben glaube ich Angst vor mir, weil ich ein Hund bin. Aber da ich ja in die Hundeschule gehe, lerne ich bestimmt noch, wie ich einen Zugang zu ihnen finde.

 

Wenn mein Frauchen dann Termine hat oder irgendwelche wichtigen Dinge regeln muss, bin ich fast immer dabei. Sie sagt, dass ich für eine ruhigere Atmosphäre sorge. Die Schüler streicheln mich gerne, wenn sie meinem Frauchen etwas erzählen, weil es sie beruhigt. Manchmal erzählen sie auch mir ihre Sorgen oder einfach, was es Neues gibt. Ich schau sie dann an und ermutige sie dadurch, dass ich sie immer wieder anstupse, weiter zu erzählen. Ich mag es, wenn die Schüler mit mir reden. Ich bin wirklich gut im Zuhören und da ich selbstverständlich unter Schweigepflicht stehe, sind alle Geheimnisse bei mir gut aufgehoben. Gerne gehe ich auch mit Schülern, denen es nicht gut geht, nach draußen an die frische Luft spazieren. Dann laufen wir gemeinsam und powern uns ein bisschen aus, außerdem tut die frische Luft immer gut und danach sind wir beide immer fitter als vorher.

 

Ich mag es, wenn immer viele Schüler zu uns ins Büro kommen, sonst ist es sooo langweilig. Dann muss ich mir im Büro immer Arbeit suchen. Mein Frauchen und ihre Mitarbeiterinnen arbeiten ja immer am Schreibtisch und einem Computer. Das finde ich doof. Ich übe dann, wie es sich für einen Therapiehund gehört, mit den Aufstellungsfiguren. Manchmal kümmere ich mich auch um die Pflanzen, wenn die anderen das mal wieder vergessen haben. Aber irgendwie schimpft Frauchen immer mit mir, wenn ich das mache. Ich verstehe das nicht? Sieht sie nicht, dass die Pflanzen zu lang sind und geschnitten werden müssen? Naja… ich versuche es weiter, irgendwann wird sie mir dankbar sein!

 

Aber worauf ich mich immer ganz besonders freue ist es, wenn ich mit in den Unterricht gehen darf. „Soziales Lernen“ heißt das, was wir da machen. Das unterrichten wir in der fünften und sechsten Klasse. Da machen wir dann Teamspiele, ganz viel Teamarbeit, sprechen über Gefühle und auch darüber, wenn sich jemand in der Klasse nicht so gut fühlt. Auch über Gewalt und was das ist und wie man sowas vermeiden kann. Das ist immer abwechslungsreich und echt spannend. Und vor allem kein so normaler Unterricht, wir lernen mit ganz viel Spaß dabei. Ja, ich lerne auch dabei, was die Schüler beschäftigt, wie sie reagieren und wie man Konflikte lösen kann. Diese Stunden sind immer viel zu schnell vorbei… Deswegen mag ich auch die Tagesseminare, wo mein Frauchen und ich einen ganzen Schultag mit einer Klasse zu einem bestimmten Thema arbeiten.

 

Am Wochenende vermisse ich die Schule wirklich, weil in der Schule immer so viel Aufregendes los ist und die Schüler alle so nett sind! Ich bin wirklich glücklich hier an der GHS Bergneustadt zu sein!